DÖSTA-Tagung in Berlin - SELK durch Dr. Werner Klän vertreten Klaen d Buettner

Am 16. und 17. November tagte der Deutsche Ökumenische Studienausschuss (DÖSTA) in Berlin. Dieses Gremium fungiert als der wissenschaftliche Beirat der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), in der die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) Vollmitglied ist. Neben Aufträgen aus dem Vorstand oder der Mitgliederversammlung der ACK widmet sich der DÖSTA auch eigenen Themen in Langzeitstudien. Derzeit arbeitet er an der Thematik von "Diaspora und Sendung".

Fast alle Kirchen und die Christenheit insgesamt kennen die Erfahrung vom Leben "in der Zerstreuung". Dies trifft auch für Kirchen zu, die in bestimmten Gegenden der Welt durchaus Mehrheitskirchen sind, sich in anderen Teilen der Welt aber in der Minderheitssituation vorfinden. "Das Thema ,Diaspora und Sendung' ist für die SELK von besonderem Interesse", meint Prof. i.R. Dr. Werner Klän (Lübeck|Foto), der die SELK im DÖSTA vertritt und auch Vorsitzender des "Diasporawerks in der SELK - Gotteskasten e. V." ist.

Außer diesem Hauptthema und zugehörigen Referaten wurden auf der Tagung in Berlin Berichte aus verschiedenen ökumenischen Institutionen gehört, Anträge auf Förderung von akademischen Qualifikationsschriften behandelt und eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die eine multilaterale Stellungnahme zur Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre zwischen dem Lutherischen Weltbund und der Römisch-Katholischen Kirche anlässlich ihrer Veröffentlichung von zwanzig Jahren (31. Oktober 1999 in Augsburg) entwerfen soll. (MB/SN)

Wedding aussen

Glauben in den Alltag der Menschen bringen - Missionar Rainald Meyer zu Gast in Berlin-Wedding

"So ein schönes Frühstück habe ich zu Hause nicht!", stellte einer der 45 Gäste fest, die beim "Frühstück (nicht nur) für Frauen" am Samstag, dem 10. November 2018, in den Räumen der Evangelisch-Lutherischen Augustana-Gemeinde Berlin-Wedding der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zusammengekommen waren. Kaffee, Tee, Eier, Aufschnitt, Fisch, Käse, selbst gemachte Marmeladen und natürlich knusprige Brötchen: Das Vorbereitungsteam um Marlies Hanna hatte sich wieder viel Mühe gegeben, um den Gästen einen schönen Vormittag zu bereiten.

Als Referent war Missionar Rainald Meyer mit seiner Frau Hanna aus Durban (Südafrika) eingeladen worden. Er berichtete sehr persönlich und eindrucksvoll von dem, was ihn in seiner Arbeit geprägt hat. Aufgewachsen in einer deutschsprachigen Gemeinde in Südafrika war er geprägt von dem Denken, dass die Weißen die besseren Menschen seien. Es herrschte die menschenverachtende Ideologie der Apartheid. Menschen anderer Hautfarbe als der Weißen wurden benachteiligt und aus dem Leben ausgegrenzt. Erst im Laufe seines Studiums erkannte Meyer, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt, egal welcher Hautfarbe, und dass Menschen deshalb kein Recht haben, sich über andere zu erheben. "Ich muss geheilt werden, mit Gott versöhnt werden, dann kann ich seine Liebe leben, anstatt sein Gesetz anderen aufzuzwingen."

Auf der Suche danach, wie er diese befreiende Liebe Gottes, die die Gemeinde im sonntäglichen Gottesdienst erfährt, in den Alltag und die Häuser bringen kann, stieß Rainald Meyer auf das Modell der Zellgruppenarbeit. In seiner Gemeinde in Durban rüstete er zunächst fünf Menschen als Gruppenleiter zu, die dann eine Gruppe aufbauten. Eine solche Zellgruppe trifft sich unter der Woche in den Häusern der Menschen. Das Ziel dieser Treffen ist es, den Glauben in den Alltag der Menschen zu bringen, eine Verbindung zwischen gottesdienstlichem Geschehen und der persönlichen Lebenswelt herzustellen. Die Treffen laufen nach einem festen Schema ab: Ankommen (Jeden ins Gespräch nehmen), Anbeten (Gott begegnen in Lob, Dank und Bekenntnis), Anhören (Von der Predigt des Sonntags ausgehend hören, was Gott mir zu sagen hat) und Anwenden (Wie kann ich das Entdeckte zu den Kirchenfernen bringen?) sind die vier Gliederungspunkte eines jeden Treffens. Menschen werden neugierig, erfahren Gemeinschaft und Angenommensein. Viele sind auf diese Weise zu den Zellgruppen dazugestoßen, haben sich taufen lassen. Manche Zellgruppe, die zu groß wurde, teilte sich, so wie es biologische Zellen auch tun, und sorgte für weiteres Wachstum.

Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich ein vielfältiger Gedankenaustausch zwischen Referent und Zuhörern. Am Ende konnte Marlies Hanna dem Ehepaar Meyer neben einem herzlichen Dank eine Kollekte von rund 200 Euro für den zu ihrem Arbeitsbereich gehörenden Kindergarten in Phoenix (Südafrika) mit auf den Weg geben. (SN/MB)

Kindergarten St. Marien Berlin-Zehlendorf feiert St. Martin - Ein großes Herz haben

Schaukasten St MarienAm 12. November 2018 feierte der Kindergarten St. Marien der von der Evangelisch-Lutherischen Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf der SELK getragen wird, das St. Martinsfest. Viele Eltern, Großeltern und Freunde waren gekommen und füllten die Kirche. Die Kindergartenkinder zogen mit dem Lied "Durch die Straßen" in die Kirche ein. Pfarrer Markus Büttner begrüßte die versammelte Gemeinde und erzählte nach dem Eingangsgebet die Geschichte vom Barmherzigen Samariter. Barmherzig, so Büttner, findet sich das Wort Herz. So heiße, barmherzig, ein großes Herz für Gott und seinen Mitmenschen haben. So wie der Barmherzige Samariter handelte auch der Heilige St. Martin von Tours, dessen Geschichte die Kinder eindrucksvoll im Anschluss nachspielten. Anschließend wurde das Lied "Ein bisschen so wie Martin" gesungen. Vaterunser und Segen schlossen sich an. Mit dem St. Martins-Lied endete die Andacht. Eltern und Kinder bereiteten sich im Anschluss für den Laternenumzug vor. Begleitet wurden sie dort von Waldemar Biller auf dem Akkordeon und zogen mit dem Lied „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ in die Nacht. Nach dem Laternenzug gab es im gemeindeeigenen Garten Hot Dogs, Glühwein für die Eltern und Kinderpunsch für die Kleinen. „Bedauerlich“, so Büttner, „dass unsere Kirche die Gedenktage St. Martin und St. Nikolaus, nicht in die neue Perikopenordnung übernommen hat, anders als die Evangelische Kirche Deutschlands. “ Dies sei wohl der Tatsache geschuldet, dass es nur sehr wenige diakonische Einrichtungen für Kinder in der SELK gebe. Zum 1. Advent 2018 kann in der SELK nach der neuen Perikopenordnung gepredigt werden. (MB)

Dr. Keidel als Pfarrdiakon gesegnet

Einsegnung KeidelDr. Frank Keidel (Velten | Foto: 2. von links) wurde am 11. November in der Augustana-Kirche der SELK in Berlin-Wedding durch Superintendent Peter Brückmann (Berlin-Wedding |  links) zum Dienst als Pfarrdiakon gesegnet. Es assistierten Reinhard Rudolph (Berlin-Wedding | rechts) und Diakoniedirektorin Barbara Hauschild (Dortmund | 2. von rechts). Keidel tut seinen Dienst in der Berliner Augustana-Gemeinde der SELK schwerpunktmäßig in der Unterstützung und Begleitung geflüchteter Menschen. (SN)

Jugendmitarbeiterschulung in Paulus NeuköllnNeukölln

Am 3. November fand zum Thema „Auftreten und Kommunikation als Gruppenleiter“ in den Räumen der Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln eine Jugend-Mitarbeiter-Schulung des JugendMitarbeiterGremiums (JuMiG) Berlin-Brandenburg der SELK statt. Als Referent wirkte Amos Krieser (Potsdam) mit, für die Verpflegung sorgte Bezirksjugendkoordinator Norbert Schulz (Berlin-Neukölln). In jedem Jahr veranstaltet das JuMiG Berlin-Brandenburg eine Mitarbeiter-Schulung, um die Arbeits-Qualität zu verbessern und auszubauen. (SN)

SELK


 

 

Superintendentur


 

Superintendent Peter Brückmann

Usedomer Straße 11

13355 Berlin

Telefon: 030-92 36 12 66

wedding@selk.de