Kooperation zwischen Kita St. Marien und Fachhochschule Clara Hoffbauer in Potsdam Schaukasten St Marien

Der Kindergarten St. Marien, getragen von der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ist Kooperationspartner Fachhochschule Clara Hoffbauer, die auf Hermannswerder in Potsdam beheimatet ist. Diese Fachhochschule ist Teil der Hoffbauer-Stiftung. Sowohl die St. Mariengemeinde als auch die Hoffbauer-Stiftung sind Mitglieder im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, jedoch von unterschiedlicher Größe.

Im Kindergarten St. Marien werden bis zu 20 Kinder von drei Erziehern betreut, unterstützt von einer Auszubildenden zur staatlich anerkannten Erzieherin, einer ehrenamtlichen Küchenhilfe sowie einer Koordinatorin, die gleichfalls ehrenamtlich tätig ist. Der Trägervorstand als ständiger Arbeitsausschuss des Kirchenvorstandes der St. Mariengemeinde arbeitet ehrenamtlich unter dem Vorsitz des Geschäftsführers und Gemeindepfarrers Markus Büttner.

Die Einrichtungen der Hoffbauer-Stiftung hingegen haben über 1000 Mitarbeiter. „Zusammen stärken sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 40 Einrichtungen auf ihrem Bildungsweg - von der Kita bis zur Fachhochschule. Sie betreuen und pflegen Senioren in den Einrichtungen der Altenpflege. In der Hospizarbeit begleiten sie Menschen auf ihrem letzten Lebensweg und stehen trauernden Menschen bei. Sie haben ein Ohr für Menschen in Notlagen, beraten und begleiten sie. Natürlich bedarf es dazu einer funktionierenden Verwaltung. Vorstand, Geschäftsführung, Sekretariat, Finanz-, Personal- und Technikabteilung sowie die Unternehmenskommunikation unterstützen von Hermannswerder aus alle Einrichtungen.“, wie es in einer Selbstvorstellung heißt.

Zum Bildungsspektrum in der Hoffbauer-Stiftung zählen heute, Evangelische Kindertagesstätten, Evangelische Grundschulen, Evangelische Gymnasien und Gesamtschule, Berufsbildende Schulen im sozialen Bereich, Fachhochschule, Institut für Bildung und Entwicklung, Arbeit mit schulverweigernden Jugendlichen. So unterhält die Hoffbauer-Stiftung auch die Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam. In dualen praxisintegrierten Studiengängen werden Praxis und Theorie miteinander verbunden. Die Studienangebote umfassen Bewegungspädagogik und Tanz, Musikpädagogik und Musikvermittlung, Sprachpädagogik und erzählende Künste, Medienbildung und pädagogische Medienarbeit. Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium endet mit einem Bachelor, auf den ein Masterstudiengang folgen kann.

„Durch eine Rundmail des Diakonischen Werkes sind wir auf die Hoffbauer-Stiftung aufmerksam geworden, die auf der Suche nach Praxispartnern für ihre Studiengänge gewesen ist.“, so Pfarrer Büttner. Nach Beratungen und Beschluss im Trägervorstand des Kindergartens St. Marien hatte er im Vorfeld des Kooperationsvertrages die Einrichtungen der Hoffbauer-Stiftung besucht und mit Frau Prof. Dr. Maxine Saborowski, die eine Professur für Bewegungspädagogik inne hat, eine kompetente und freundliche Gesprächspartnerin. „Evangelisch-Lutherische Kirche war immer auch Bildungskirche!“, so Büttner. Dieser Tradition verpflichtet unterhält die St. Mariengemeinde seit 1984 einen Kindergarten, bildet junge Menschen zu Erziehern aus und engagiert sich nun folgerichtig auch als Praxispartner für die Fachhochschule Clara Hoffbauer.

Die Gründung der Stiftung war ursprünglich erst nach dem Ableben des Ehepaares Hermann und Clara Hoffbauer angedacht. Doch nach dem frühen Tod ihres Mannes 1884 erwarb Clara Hoffbauer bald ein ca. 40 Hektar großes Gebiet auf dem Tornow, einer Halbinsel in Potsdam, um dort ihre Stiftung zu errichten. Der erste Spatenstich erfolgte am 10. Juni 1891 des ersten Hauses der Stiftung, des Waisenhauses »Esche«. Insgesamt entstanden in den nächsten Jahren rund 20 Gebäude, zu denen ein Krankenhaus, mehrere Waisenhäuser, eine Kapelle, ein Schulgebäude, ein Diakonissen-Mutterhaus sowie ein Gutshof und Versorgungseinrichtungen gehörten. Am 30. Juni 1901 wurde die Hoffbauer-Stiftung offiziell eröffnet. Aus diesem Anlass übergab Clara Hoffbauer das Gut Hermannswerder samt ihrem Teilvermögen an das Kuratorium der Stiftung, die nun mit 6 Millionen Mark und einer Vielzahl an Gebäuden ausgestattet war. Im Gedenken an ihren Ehemann ließ sie die Halbinsel in Hermannswerder umbenennen. Clara Hoffbauer verantwortete zu ihrer Zeit die gesamte Entwicklung der Stiftung mit den unterschiedlichen Arbeitsbereichen bis zu ihrem Tod im Jahre 1909. Sie war eine starke Persönlichkeit, die fest im christlichen Glauben wurzelte und gegen äußere Widerstände ihre Stiftungsideen umsetzte, wie es im Geschichtsrückblick der Stiftung heißt.

„Wir freuen uns, dass mit Anneli Hoffmann am heutigen 2. November 2020 gleich zu Beginn unserer Kooperation die erste Studentin bei uns ist. Bereichert können die kommenden drei Jahre in unserem Kindergarten für alle werden, wenn sie einerseits Erfahrungen bei uns sammelt und andererseits Lerninhalte aus ihrem Studiengang bei uns einbringt. So wird aus dem papiernen Kooperationsvertrag lebendiges Miteinander!“, so Pfarrer Büttner. (MB)

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