Aufruf des Ökumenischen Rates der Kirchen Berlin-Brandenburg zu Gebet und Hilfe - Stoppt den Terror und sorgt für menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen

Der Ökumenische Rat der Kirchen Berlin-Brandenburg hat sich in einem Aufruf an die Öffentlichkeit gewandt. Der Terror des so genannten „Islamischen Staates" gegen anders Gläubige müsse gestoppt werden. Die Vorsitzende, Pröpstin Fredericke von Kirchbach von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, und der stellvertretende Vorsitzende, Archimandrit Emmanuel Sfiatkos von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie Deutschlands, machen darauf aufmerksam, dass „wir heute ethnische und religiöse 'Säuberungen' von historischem Ausmaß" erleben. Es wird die Gefahr gesehen, dass das Christentum im Nahen und Mittleren Osten vor seiner Auslöschung steht. Der Weltfriede sei bedroht. Der Ökumenische Rat der Kirchen Berlin-Brandenburg soldarisiert sich daher mit den Opfern vor Ort und bittet um Hilfe für die bedrängten Menschen durch Wort und Tat. Den ankommenden Flüchtlingen muss ein sicherer Zufluchtsort in Berlin und Brandenburg geben werden. Neben Gottesdiensten soll auch humanitäre Hilfe geleistet werden. Die Politik wird gemahnt sich für ethnische und religiöse Minderheiten in den betroffenen Ländern einzusetzen und sie vor Menschenrechtsverletzungen zu schützen.

Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche arbeitet im Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg mit und wird dort von Bischof em. Dr. Jobst Schöne D.D. vertreten.

In Berlin arbeitet Pfarrer Dr. Gottfried Martens, Pastor der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), in einem speziellen Projekt für Flüchtlinge vornehmlich aus dem Iran und Afghanistan. Mit der vorherrschenden Flüchtlings- und Asylproblematik hat Martens in seiner Arbeit täglich zu tun.

Der Aufruf des Ökumenischen Rates der Kirchen Berlin-Brandenburg kann hier Adresse heruntergeladen werden.

http://www.oerbb.de/sites/oerbb/files/aufruf_des_oekumenischen_rates_berlin-brandenburg_zur_lage_im_nahen_osten.pdf

SELK an ökumenischen Stadtkirchentag in Schwerin beteiligt - 1.800 Bibelspruch-Postkarten beim Marktgottesdienst verschenkt

Einmal im Jahr feiern die christlichen Gemeinden in Schwerin einen ökumenischen Stadtkirchentag mit Gottesdienst auf dem Marktplatz und anschließendem Mittagessen. In diesem Jahr stand dieser Gottesdienst unter dem Thema "Komm, sag es allen weiter!"

Pfarrer Johannes Kopelke von der Evangelisch-Lutherischen Martin-Luther-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Schwerin berichtet aus dem Vorbereitungskreis: "Wir hatten die Idee, das Motto auch ganz praktisch anzugehen. Deshalb wollten wir den Gottesdienstteilnehmern etwas mitgeben, was sie als Gesprächsaufhänger für Arbeitskollegen, Nachbarn und Bekannte verwenden könnten - aber Gummibärchen passten einfach nicht. Schließlich nahm diese Gesprächsanregung als Fotopostkarte mit dem zentralen Bibelspruch Johannes 3, Vers 16 Gestalt an. " Beim Gottesdienst bekamen dann alle Teilnehmenden je zwei Postkarten geschenkt, eine für sich selbst und eine zum Weiterverschenken als Gesprächsanregung. Neben der Predigt von Bischof Andreas von Maltzahn, dem leitenden Geistlichen im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, zum Thema "Aussendung" wurde das Gottesdienstthema noch in vier Beispielen aufgegriffen, wo dieses "Hingehen" schon passiert. So berichtete Kopelke von der Bratwurstverschenkaktion "On The Move - Kirche unterwegs".

Für das Mittagessen auf dem Marktplatz hatten viele Gemeinden Essen vorbereitet, luden sich gegenseitig ein und kamen miteinander ins Gespräch. "Es ist wie ein großes christliches Familientreffen", so war es öfter zu hören.

Oberbürgermeisterin Gramkow besucht Gemeindefest der Schweriner SELK-Gemeinde

Zu ihrem diesjährigen Sommerfest hatte sich bei der Martin-Luther-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Schwerin gleich doppelt „Hoher Besuch" angekündigt. Mit der Immanuelgemeinde der SELK in Kiel hatte sich die Schwestergemeinde aus dem hohen Norden mit einem ganzen Bus angemeldet. So konnte gemeinsam ein fröhlicher Gottesdienst in anderer Form gefeiert werden, den Gemeindeglieder zum Thema „Amos, misch dich (nicht) ein!" vorbereitet hatten. Zum Abschluss des Gottesdienstes gab es die Möglichkeit der persönlichen Segnung und die Kinder aus dem Kindergottesdienst stellten ein frisch gelerntes Lied vor. Am Nachmittag war die Oberbürgermeisterin der Stadt Schwerin, Angelika Gramkow, zu Gast. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, was der biblische Impuls „Suchet der Stadt Bestes" heute bedeutet. Bei dieser Themenstunde spielte das Kammerensemble „InTakt". „Im Vorfeld hatten wir Sorge, ob der Kuchen bei den vielen Leuten reichen würde, aber wir erlebten ein ‚Kuchenwunder' und kamen rechnerisch auf einen halben Kuchen oder eine halbe Torte pro Person", freut sich Pfarrer Johannes Kopelke von der gastgebenden Schweriner SELK-Gemeinde.

Zahlreiche Bischöfe unterstützen den "Marsch für das Leben"
SELK-Bischof: Stimme erheben für die, die keine Stimme haben

Führende katholische und evangelische Kirchenvertreter unterstützen den "Marsch für das Leben" (http://www.marsch-fuer-das-leben.de) am 20. September in Berlin. Die vom Bundesverband Lebensrecht veranstaltete Demonstration findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Sie steht unter dem Motto "Ja zum Leben - für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!". Im vergangenen Jahr verzeichnete der Marsch mit 4.500 Personen eine Rekordteilnahme. Prominentester Unterstützer ist Papst Franziskus. Er schreibt in seiner Botschaft: "Das Recht auf Leben ist Grundlage der Kultur und des verfassten Gemeinwesens. Jeder Mensch hat eine unverbrüchliche Würde. Er darf nicht zur Wegwerfware werden". Der Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan, Bischof em. Dr. Gerhard Kardinal Müller, bedankt sich bei den Verantwortlichen und den Teilnehmenden des Marsches für ihr "mutiges Zeugnis" und erklärt: "Das Maß effektiven Lebensschutzes ist zugleich der Gradmesser authentischer Humanität einer Gesellschaft." Auch der neue Erzbischof von Köln, Dr. Rainer Maria Kardinal Woelki, ermutigt zur Teilnahme an dem Marsch. Niemand solle mehr für eine Idee, eine Ideologie oder ein individuelles Ziel sterben müssen. Der katholische Bischof von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer, appelliert an die Christinnen und Christen, gemeinsam für den Lebensschutz einzutreten. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück (Traunwalchen/Oberbayern), geht in seinem Grußwort auf die Debatte um die Beihilfe zur Selbsttötung ein: "Wir setzen uns für ein striktes Verbot aller Formen organisierter Sterbehilfe ein."

Der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Württemberg, Dr. h.c. Frank Otfried July (Stuttgart), ruft zu einem "eindeutigen Ja zum Leben" auf. Am Anfang und am Ende des Lebens sollten Menschen die größtmögliche Unterstützung erfahren, "sodass dieses große Ja nicht durch viele kleine ,Neins' ausgehöhlt wird". Der Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Hans-Jörg Voigt, D.D., (Hannover) sieht die Christenheit in der Pflicht, ihre Stimme für die zu erheben, "die keine Stimme haben". Abtreibung und Euthanasie fügten der Gesellschaft einen tiefen bleibenden Schaden zu, so Voigt in seinem Grußwort. Eine Gesellschaft, die sich nicht mehr an Gottes Geboten ausrichte, verliere ihre Existenzgrundlage. "Zwei Größen der deutschen Geistesgeschichte haben dies herausgearbeitet, wenn Schleiermacher den Herderschen Satz zuspitzt: Humanität ohne Divinität führt zur Bestialität."

Der Marsch für das Leben beginnt mit einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt und endet mit einem ökumenischen Gottesdienst.

Linksorientierte Parteien und Gruppen haben dagegen Proteste angekündigt. Das autonome Aktionsbündnis "what the fuck!" (Was zur Hölle!) ruft zu einer Gegendemonstration auf. Ziel sei es, den Marsch "dieses Sammelsuriums von Abtreibungsgegnern" zu stoppen, sagte Pressesprecherin Sarah Bach. Protestieren will auch ein "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung". Dahinter stehen unter anderem die Linkspartei, die Grüne Jugend und die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen.

Gastfreundschaft in schwieriger Zeit –
Ökumenisches Gedenken: 80 Jahre Solidarität der Altlutheraner mit der Bekennenden Kirche

Kirchengemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Rechtsnachfolgerin der Altlutheraner, und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) sowie der Verein für Berlin-Brandenburgische Geschichte erinnern gemeinsam in Berlin an die durch Altlutheraner gewährte Gastfreundschaft für die Bekennende Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 hat die nationalsozialistische Ideologie sich zum Ziel gesetzt, alle gesellschaftlichen Kräfte zu durchsetzen und letztlich Macht auszuüben. Hiervon sind in auch die evangelischen Landeskirchen als gesellschaftlich prägende Kräfte betroffen gewesen. In ihren Reihen formierten sich die Deutschen Christen (DC). Mit ihrer Theologie haben sie versucht die nationalsozialistische Ideologie in die evangelischen Landeskirchen einzutragen, zu unterwandern und letztlich zu beherrschen. In manchen Landeskirchen mit Erfolg. Nach Einführung des Arier-Paragrafen durch die unierte Kirchenleitung in Berlin formierte sich innerhalb der evangelischen Kirche Widerstand. Die Bekennende Kirche, zu der als führende Vertreter Diedrich Bonhoeffer, Martin Niemöller und Otto Dibelius zu rechnen sind, ist als Reaktion im September 1933 entstanden. Evangelische Pfarrer, die sich der nationalsozialistischen Ideologie widersetzten, wurden amtsenthoben und suspendiert.

Dieses Schicksal traf auch die Pfarrer Lic. Ölsner (Kirchengemeinde St. Thomas, Berlin-Kreuzberg), Weder (Kirchengemeinde Himmelfahrt, Berlin-Wedding), von Rabenau (Kirchengemeinde Apostel-Paulus-Gemeinde, Berlin-Schöneberg), Pfarrer Lindenmeyer (Kirchengemeinde am Hohenzollernplatz, Berlin-Wilmersdorf).

Für die bedrängten evangelischen Christen in der Bekennenden Kirche öffneten Kirchengemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Altpreußen (Altlutheraner) ihre Kirchen und Gemeindesäle, damit sie Gottesdienste feiern und Bibelstunde halten konnten. Sie haben Kirchenasyl in ihren Evangelisch-Lutherischen Nachbargemeinden gefunden. Aufnahme fanden sie in der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde „Zum Heiligen Kreuz", Berlin-Wilmersdorf, der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Berlin-Mitte (Annenstraße 52/53) und der Evangelisch-Lutherischen Augustana-Gemeinde (Berlin-Wedding). Nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Teilen Deutschlands wurde der Bekennenden Kirche Gastfreundschaft gewährt, wie in Gotha, Wernigerode und Potsdam.

An diese ökumenische Gastfreundschaft in schwieriger Zeit, die bisher wenig in der Öffentlichkeit bekannt war, wird nun gemeinsam gedacht.

So findet am Donnerstag, 9. Oktober 2014 um 18.00 Uhr die Auftaktveranstaltung in der Humboldt-Universität zu Berlin statt (Burgstraße 5, 10178 Berlin, Hörsaal 013). Dr. Christian Neddens, Pfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche und Mitarbeiter am Lehrstuhl für Historische und Systematische Theologie an der Universität des Saarlandes, wird seine Forschungen unter dem Thema: „Bekennende Kirche und Altlutheraner im Kirchenkampf. Unerwartete Nähe und naheliegende Weggemeinschaft." vorstellen. Hierbei hat Neddens auch herausgearbeitet, dass es zwischen Altlutheranern und der Bekennenden Kirche eine theologische Nähe gegeben habe, wie die Betonung von Bekenntnis und Bekennen, die Bedeutung der Bibel und die liturgisches Erneuerung.

Die Reihe wird am Samstag, dem 11. Oktober 2014 um 17.00 Uhr in der evangelischen St. Thomas-Gemeinde Berlin-Kreuzberg (Mariannenplatz) fortgesetzt. Dieser Abend steht unter dem Motto: „Bekenntnis als Orientierung – die Entstehung altlutherischer Gemeinden und ihre Solidarität mit Pfarrern und Gemeindegruppen der Bekennenden Kirche." Mit einer gemeinsamen Wochenschlussandacht schließt die Veranstaltung.

Mit einem Gottesdienst am 12. Oktober 2014 um 10.00 Uhr in der evangelisch-lutherischen Kirche Berlin-Mitte (Annenstraße 52/53, 10179 Berlin) enden die Gedenkveranstaltungen. Die Predigt wird Pfarrer Johann Hillermann von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche halten. Erwartet werden die Generalsuperintendentin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Ulrike Trautwein, und die Pfarrerin der St. Thomas-Gemeinde, Claudia Mieth.

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