Verletzung der Religionsfreiheit thematisiert - Pfarrer Martens zu Gast bei USA-Boschafter Martens US Botschafter

Am 4. November 2019 war Pfarrer Dr. Gottfried Martens D.D. von der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde Berlin-Steglitz der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) auf Einladung des Botschafters der USA in der Bundesrepublik Deutschland, Richard Grenell, zu einem Gespräch zur Nachbereitung des Ministerial to Advance Religious Freedom in Washington in der Botschaft der USA in Berlin zu Gast. Martens hatte im Sommer an dem Konferenz teilgenommen. An dem Gespräch in Berlin nahmen neben weiteren Botschaftsvertretern auch der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, und ein Vertreter des Bundesaußenministeriums teil.

Bei dem Gespräch war es möglich, ausführlich das Thema der Verletzung der Religionsfreiheit konvertierter christlicher Flüchtlinge in Deutschland anzusprechen, wie es die Kirchengemeinden in Berlin und Brandenburg - anders als teilweise Gemeinden in anderen Bundesländern - in ihrer Arbeit unter Geflüchteten immer wieder erleben. Er habe "von der willkürlichen Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlingen (BAMF) und der Verwaltungsgerichte" berichten können, so Martens auf der Facebook-Seite seiner Gemeinde. Für den US-Botschafter sei diese Problematik "ganz neu" gewesen: "Dass sich staatliche Stellen hier in Deutschland anmaßen, die Tiefe des Glaubens eines Menschen zu vermessen, und darauf Abschiebebescheide basieren lassen, hatte er sich vorher nicht vorstellen können." Martens bat den US-Botschafter, sich dafür einzusetzen, dass solche Verletzung der Religionsfreiheit konvertierter Christen ein Ende finde.

Gerade jüngst habe er eine solche Verletzung wieder erlebt, so Martens, als eine Verwaltungsrichterin in ihrem Urteil erklärt habe, es sei für sie nicht nachvollziehbar, warum der Empfang des Leibes und Blutes Christi für einen christlichen Konvertiten so wichtig sei; den christlichen Glauben habe sie stattdessen als moralisches Wertesystem definiert. Der Staat entscheide darüber, was christlich sei und was nicht. Die Folgen seien jedoch gefährlich, so der Steglitzer Pfarrer: Den konvertierten Christen drohe bei einer Abschiebung in ihr Heimatland nicht weniger als der Tod. Es bleibe zu hoffen, dass auch dieses Gespräch in der US-Botschaft dazu beigetragen habe, das Problem der Verletzung der Religionsfreiheit konvertierter Christen in Deutschland einer breiteren Öffentlichkeit bewusst zu machen und auch auf politischer Ebene zu einem Nachdenken zu führen. (SN/MB)

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