Bischof Jobst Schöne verstorben - Von 1985 bis 1996 leitender Geistlicher der SELK Bischof Schoene b Zehlendorf Buettner komp a

Im Alter von 89 Jahren ist am gestrigen Mittwoch in Berlin Dr. Jobst Schöne D.D., emeritierter Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), verstorben. Der in Naumburg/Saale geborene Schöne studierte evangelische Theologie an den kirchlichen Hochschulen und Universitäten in Bethel, Tübingen, Oberursel und Münster. 1957/58 war er Assistent am Ökumenischen Institut in Münster, ehe sein Lehrvikariat bis 1960 in Berlin-Wilmersdorf folgte. 1959 wurde er in Berlin-Wilmersdorf zum Pfarrer ordiniert.

1961/1962 wurde Schöne als Pfarrvikar in Köln eingesetzt, ehe er als Pfarrer in der Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf und zugleich in der Heilig-Geist-Gemeinde in Berlin-Spandau tätig war. Übergemeindlich wirkte er vom 1973 bis 1985 als Superintendent des Kirchenbezirks Berlin der SELK und von 1985 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1996 als Bischof der SELK mit Sitz in Hannover.

1968 wurde Schöne durch die Universität Münster zum Doktor der Theologie promoviert und erhielt 1978 durch das Concordia Theological Seminary der Lutheran Church-Missouri Synod in Fort Wayne (Indiana/USA) die Ehrendoktorwürde.

Während seiner Amtszeit als Bischof hat der leitende Geistliche neben den vielfältigen innerkirchlichen Aufgaben die Kontakte im ökumenischen Umfeld ausgebaut und gepflegt, ebenso die Zusammenarbeit mit bekenntnislutherischen Kirchen im Internationalen Lutherischen Rat (ILC).

Auch im Ruhestand war Schöne vielfach mit Lehr- und Vortragseinsätzen im In- und Ausland im Einsatz und übernahm bis vor wenigen Wochen häufig liturgische Aufgaben und Predigten in Gottesdiensten. Noch am vergangenen Sonntag konnte er, von schwerer Krankheit gezeichnet, in seiner Zehlendorfer Gemeinde die Predigt halten.

Schöne hinterlässt seine Frau Ingrid, geborene Germar, mit der er nach seiner Emeritierung nach Berlin zurückgekehrt war. Aus der Ehe sind drei Kinder hervorgegangen. (SN/MB)

Pfarrer Peter Brückmann in den Ruhestand verabschiedet Superintendent Brueckmann ad

Die Gottesdienstgemeinde in der Evangelisch-Lutherischen Augustana-Gemeinde Berlin-Wedding der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) erlebte am gestrigen Sonntag einen unter Coronabedingungen gut besuchten feierlichen Gottesdienst unter Mitwirkung des Pfarrdiakons der Gemeinde, Dr. Frank Keidel zur Verabschiedung ihres langjährigen Gemeindepfarrers Peter Brückmann (Foto|Archiv).

Superintendent Roger Zieger (Berlin) entpflichtete ihn unter Assistenz von Kirchenvorsteher Reinhard Rudolph, verabschiedete ihn in den Ruhestand und dankte ihm für den Dienst, den der Seelsorger zwölf Jahre in Berlin-Wedding sowie am Predigtort Oranienburg und auch als Superintendent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg versehen hat. Brückmanns Ehefrau Ute wurde für ihre musikalische und intensive sozial engagierte Arbeit unter afghanischen und iranischen Gemeindegliedern herzlich gedankt.

Etliche persönliche und schriftliche Grußworte schlossen sich an, darunter solche aus den ökumenisch verbundenen Nachbargemeinden, die die gute Zusammenarbeit und die gelebten ökumenischen Beziehungen würdigten. Die Gemeinde dankte dem Pfarrehepaar herzlich unter anderem mit einem Fotoband mit Ereignissen aus den letzten zwölf Jahren und einer DVD, auf der viele Gemeindeglieder persönliche Wünsche mit auf den Weg gaben. Ein im Anschluss stattfindender Empfang gab Gelegenheit zu persönlichen Abschiedsworten. Die Vakanzvertretung liegt in den Händen von Superintendent Zieger, der auch die Bemühungen um die Wiederbesetzung der Pfarrstelle begleitet. (MB/SN)

Der Staat als Diakon Gottes – Konvent Berlin-Brandenburg tagte Kirche Potsdam Altarraum

Am 10. August trat in den Räumen der Evangelisch-Lutherischen Christuskirchengemeinde Potsdam (Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche - SELK) der Pfarrkonvent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg der SELK unter der Leitung von Superintendent und Missionsdirektor Roger Zieger (Berlin) zusammen. Zu Beginn versammelten sich die Konventualen zu einem Sakramentsgottesdienst in der Christuskirche, bevor sie die Beratungen und den Austausch aufnahmen. Intensiv befassten sich die Teilnehmer des Konvents mit Bibelstellen, welche die Verhältnisbestimmung von Kirche und Staat in den Blick nehmen. Neben 1. Petrus 2,13-17 wurde besonders Römer 13,1-7 thematisiert und auf die heutigen Verhältnisse vor dem Hintergrund der Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beleuchtet. Paulus versteht selbst das damalige heidnische Staatswesen als Diener (diakonos) Gottes. „Wer sich der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Anordnung“ (Römer 13,2). Er stehe somit außerhalb des Evangeliums. Im Anschluss schloss sich eine angeregte Diskussion an, wie das Wort Gottes auf die Verhältnisse dieser Zeit und Welt auszulegen und zu verstehen seien. Im diesem Kontext wurde auch das Widerstandsrecht thematisiert und die Frage diskutiert, ob dieses Widerstandsrecht unter Verweis auf Apostelgeschichte 5,29 in den heutigen Verhältnissen in Anspruch zu nehmen sei.
Anschließend befassten sich die Konventualen mit Änderungen der Kirchenbezirksordnungen, hörten Berichte aus den Gemeinden und dem Kirchenbezirksbeirat und berieten über einen eingebrachten Antrag, der für Vakanzvertretungen eine zusätzliche monatliche Vergütung von 450,00 EUR vorsieht. Der Konvent schloss mit Gebet und Segen. Der voraussichtlich letzte Konvent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg im laufenden Jahr ist für den 2./3. November in unserer St. Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf geplant. (MB)

Bischof Voigt besuchte Pfarrbezirk Jabel-Neuruppin KircheJabelinnen

Der Gemeindebesuch war wegen der Corona-Krise bereits zweimal verschoben worden. Am Samstag, 20. März, und dem darauffolgenden Sonntag nun besuchte der leitende Geistliche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), gemeinsam mit seiner Frau Christiane die SELK-Gemeinden in Jabel und Neuruppin. Die Gemeinde Jabel versammelte sich am Samstagabend zu einem Gespräch mit ihrem Bischof. Gisela Guskowsky-Bork und Rolf Pietrusky eröffneten das Gespräch, indem sie den Gast interviewten. Dabei sprach Bischof Voigt unter anderem über seine Zukunftsvorstellungen von Kirche oder auch über den derzeitigen Mangel an hauptamtlichen Mitarbeitenden in der Kirche. Er wünsche sich, dass jede Gemeinde sich wenigstens einmal im Jahr eine Veranstaltung vornehme, in der sie sich bewusst an die Nachbarschaft und das nichtkirchliche Umfeld wende. Aber auch Entwicklungen der Corona-Krise und der persönliche Alltag eines Bischofs wurden thematisiert. Die Gemeinde revanchierte sich mit einer kommentierten Bildpräsentation über das Gemeindeleben der letzten Zeit. "Kinderferienspiele", Gemeindefeste und Renovierungsarbeiten an Kirche und Pfarrhaus wurden dabei unter anderem aufgegriffen.

Am darauffolgenden Sonntag predigte Voigt in den Abendmahlsgottesdiensten in Jabel und Neuruppin. Auch in der kleineren Gemeinde Neuruppin kam es anschließend zum Gespräch. Fragen nach dem Erhalt von Kirche und dem vermieteten Pfarrhaus wurden dort ebenso angesprochen wie die Zukunft der geistlichen Versorgung der Gemeinde nach der Beruhestandung des bisherigen Pfarrers.

Gegenüber selk_news erklärte Voigt, es gehe ihm bei solchen Besuchen darum, auch kleinere Gemeinden zu ermutigen, fröhlich und mit Gottvertrauen ihren Weg zu gehen. In Jabel habe ihn beeindruckt, wie selbstständig die Gemeinde die Renovierung des Fachwerks der denkmalgeschützten Kirche und andere Projekte in die Hand genommen habe. (MB/SN)

Schreiben der AG-Corona vom 26. März 2021 SELK

Liebe Kirchenvorstände in den Gemeinden,
liebe hauptamtliche Pfarrer, Pfarrvikare, Pastoralreferentinnen, Diakonin, Vikare und Pfarrdiakone,

die jüngsten Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten (MPK) und deren nachgehende Relativierung haben in unserer Kirche zu großer Verunsicherung geführt, besonders die Bitte, „… religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen.“ Diese Bitte kam auch für die römisch-katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK), für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und für die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) völlig überraschend. Leitende Geistliche haben ihr Befremden darüber auch vor dem Hintergrund der guten Erfahrungen mit Hygienekonzepten der Kirchen und Gemeinden besonders zu den Weihnachtsgottesdiensten geäußert. Inzwischen wurde diese Bitte am 25. März 2021 zurückgezogen. Dennoch möchten wir Ihnen hier drei Punkte zu den Ostergottesdiensten nennen:

1. Denn inneren Frieden bewahren

Die Arbeitsgruppe von Kirchenleitung und Kollegium der Superintendenten möchte Sie und euch als Kirchenvorstände und Gemeinden vor allem bitten, einander in der Unterschiedlichkeit der Meinungen zu ertragen, besonders wenn Entscheidungen nicht der eigenen Meinung entsprechen. Selbst der Verlauf der Tagung der MPK mit der Bundeskanzlerin zeigte deutlich, wie angespannt die Lage im Land ist. So ist es nicht verwunderlich, dass auch in unseren Gemeinden die Spannungen erheblich zugenommen haben. Bitte bewahrt den Frieden untereinander!

2. Präsenzgottesdienste

Die Arbeitsgruppe ermutigt die Gemeinden, weiterhin, wo es möglich ist, Präsenzgottesdienste unter strikter Einhaltung der erarbeiteten Hygienekonzepte durchzuführen und dabei besondere Sorgfalt walten zu lassen. Die Hygienekonzepte haben sich in den Gemeinden der SELK bewährt. Uns ist bisher kein Fall bekannt, bei dem in einem SELK-Gottesdienst eine Ansteckung erfolgt ist. Gleichwohl bitten wir darum, Ansammlungen vor den Kirchen möglichst zu vermeiden.

3. Freiheit zusprechen, zu Hause zu bleiben

Wenn Präsenzgottesdienste gefeiert werden, sollen Pfarrer und Kirchenvorstände in ihren Gemeinden noch einmal die Freiheit unterstreichen, diesen Gottesdiensten auch fernzubleiben, wenn dies aufgrund der eigenen Gefährdungslage, des eigenen Gewissens oder auch zur Erhaltung des familiären Friedens erforderlich scheint.

Lassen Sie uns im Gebet vereint sein, dass die Pandemie bald ein Ende finden möge.

Gott lasse die Osterfreude über die Auferstehung unseres Erlösers alle Spannungen und Unsicherheiten überstahlen.

Als AG von Kirchenleitung und Kollegium der Superintendenten zur aktuellen Bearbeitung der Coronakrise und mit der Kenntnisnahme des auftraggebenden Gremiums grüßen wir Sie und euch mit Segenswünschen für die Karwoche und das Osterfest

Bischof Hans-Jörg Voigt D.D.
Propst Burkhard Kurz
KR Erik Braunreuther
KR Florian Wonneberg

SELK


 

 

Superintendentur


 

Superintendent Roger Zieger
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